Across the Nightingale Floor – Lian Hearn

Buchcover Across the Nightingale Floor
Buchcover des Romans „Across the Nightingale Floor“ von Lian Hearn

Im Kampf um das Reich, wird ein junger Bauer zur entscheidenden Figur

Als Sohn einfacher Bauern, die zudem noch einer verbotenen Religion anhängen, könnten die Unterschiede zwischen Takeo und dem Provinzherrn Lord Otori Shigeru kaum größer sein. Doch als der Adelige auf der Flucht vor seinen Feinden durch das Gebirge zieht, kreuzen sich die Lebenswege der beiden ungleichen Männer. Eine Begegnung, die das Schicksal Takeos und das des ganzen Reiches, nachhaltig ändern wird. Auf diese Grundlage baut Lian Hearn Ihren Fantasy-Roman „Across the Nightingale Floor“. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ähnelt stark dem historischen Japan der frühen Neuzeit, in vielen Bereichen ist sie ein genaues Abbild. Doch die Autorin ergänzt die größtenteils historische Darstellung, durch eine Prise Magie und Mystizismus.

Ninja und Samurai – ohne große Klischees

So kommt Bauernsohn Takeo nicht nur mit der Welt der kriegerischen Samurai in Kontakt, sondern auch mit den geheimnisvollen Clans des sogenannten Stammes. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft dienen als Spione, als Saboteure und geschickte Assassinen und können dabei auf unglaubliche Fähigkeiten zurückgreifen. Als auch Takeo unerwartet solche Fähigkeiten zu Entwickeln beginnt, gerät er ins Visier des Stammes. Die Zukunft des jungen Mannes, erscheint in düsterem Licht.

Lian Hearn gelingt es gekonnt, eine sehr stimmungsvolle Geschichte zu spinnen. Obwohl das Land im Grunde ständig im Krieg ist, sei es im offenen Kampf oder durch die gedungenen Mörder des Stammes, sind die Sprache des Romans und die beschriebenen Szenen sehr gefühlvoll. Viel dreht sich um die Emotionen der handelnden Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Nicht zu Letzt spielt die Liebesgeschichte zwischen Takeo und seiner Kaede eine, wenn nicht die entscheidende Rolle. Überhaupt haben die Frauen in diesem Buch sehr starke Rollen und das trotz der eindeutig patriarchalen Gesellschaft.

Der Roman ist Auftakt zu einer Trilogie über den Otori-Clan. Wer den ersten Roman mag, sollte unbedingt auch die anderen lesen! Freunde der japanischen Kultur, von Samurai und Ninjas, wird diese Erzählung schnell in ihren Bann schlagen.

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