Eleonore Laubenstein „Die Enzyklopaedie der Wächter“

Zum Erscheinen von Eleonore Laubenstein erstem Buch haben wir ein kurzes Interview mit der Autorin geführt und ihr Fragen gestellt, die wohl jeden zukünftigen Leser der Trilogie „Die Enzyklopädie der Wächter“ interessieren werden. Das Buch ist seit kurzem bei jedem üblichen eBook-Anbieter erhältlich.

Wie kamst du zum Schreiben?

Geschichten erfinden habe ich schon immer gerne gemacht. Als ich noch jünger war, hat es sich das Schreiben und Erfinden eigentlich meist nur auf Kurztexte oder „Klappentexte“ bezogen, weil ich grundsätzlich zu faul oder zu schnell schon mit anderen Dingen beschäftigt war, um bei einer einzigen (Buch-)Idee zu bleiben. Eins meiner anderen Werke, dass ich nach der „Enzyklopädie“ wieder aufnehmen werde, ist so entstanden – als Klappentext.

Seit wann schreibst du schon und ist die „Enzyklopädie der Wächter“ dein erstes Buch?

Richtig mit dem Schreiben fing ich, glaube ich, so in der siebten Klasse an, zunächst mit Kurzgeschichten und dann einem Drehbuch, bevor ich 2014 mein erstes richtiges Buch schrieb, was eigentlich nicht als Buch gedacht war und sich nur als solches entwickelte. Das Buch selbst wird auch niemals im Handel sein, wegen Copyright. Die „Enzyklopädie“ ist also wirklich mein offiziell erstes Buch.

Was inspirierte dich zu dieser Geschichte?

Gute Frage. Mir gefiel der Titel, und der Rest entwickelte sich einfach. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich überhaupt auf die Idee kam, die Charaktere auf Tarotkarten und Astrologie zu basieren, daher kann ich auch meine ursprüngliche Inspirationsquelle nicht mehr nennen.

Wie lang hast du an diesem Buch geschrieben?

Zwei Jahre habe ich mit meiner Lektorin Reni Nürnberger die Geschichte entwickelt und bearbeitet. Ich glaube, der eigentliche Schreibprozess belief sich auf etwa ein Jahr, aber da sich die Geschichte auch während des Schreibens noch stark entwickelte, zog sich alles etwas in die Länge.

Wovon handelt deine Geschichte in drei Sätzen?

Es geht um einen Jungen namens Sifa, der in Schottland aufwächst und stumm ist. Er erfährt kurz nach seinem 16. Geburtstag, dass er einer von 22 Hütern der Schattenwelt ist. Diese Parallelwelt zu unserer wird vom Puppenspieler bedroht und nur Sifa kann ihn besiegen.

Welche Szene hat dir beim Schreiben besonders Spaß gemacht?

Es gibt eine Szene am Anfang von Band drei, die ich schon geschrieben habe und bei der meine Lektorin und ich sehr viel gelacht haben, aber ich kann natürlich leider nicht sagen, worum es da geht. Im ersten Band gibt es eine Menge Szenen, bei denen ich sehr viel Spaß hatte, und ich glaube, das merkt man auch. Ich mochte aber vor allem die Schiffsszene, weil sich da eine gute Dynamik unter den Charakteren entwickelte.

Was hat dich dazu bewegt, einen stummen Hauptcharakter zu wählen?

Wohl am meisten der Wunsch, einen Charakter zu haben, den man absolut nicht als Helden ansehen würde. Ich bin der Ansicht, dass auch mal Leute in den Vordergrund gerückt werden sollten, die bis jetzt vielleicht eher untergegangen sind, und beim Schreiben auch mal Klischees brechen darf (und seine eigenen kreieren kann).

Welche Figur hat dir am meisten Spaß gemacht zu schreiben und welche hat dir die meisten Schwierigkeiten bereitet?

Leto war am einfachsten zu schreiben und hat eindeutig die wenigsten Probleme gemacht. Seine Gedankengänge und generelles Charakterbild entspricht meinem am ehesten, ich konnte mich problemlos in ihn hineinversetzen und wusste immer, was er denkt. Bei Sifa hatte ich Sorge, dass ich seinem Charakter nicht gerecht werde und ihn zu oberflächlich gestalte, denn eigentlich ist er wirklich ein unglaublich witziger und tiefgründiger, wenn auch stiller Typ. Und natürlich machte es unglaublich viel Spaß, den Puppenspieler zu schreiben, ganz besonders, weil diese Szenen in der Regel anders verliefen, als ich es mir vorgestellt hatte.

Gab es Überraschungen für dich beim Schreiben, die du so beim Plotten nicht vorgesehen hattest?

Andauert! Die wohl größte Überraschung war Josh, Sifas bester Freund, der einfach so auftauchte, aus dem Nichts. Besonders der letzte Satz des ersten Kapitels hat mich so schockiert, dass ich erstmal drei Tage nicht mehr schreiben konnte.
Ansonsten immer wieder Kleinigkeiten, die mit dem Schreiben kamen, wie Letos Pseudonym, einige spezifische Details aus den Hintergrundgeschichten einiger Charaktere …

Gibt es in deiner Geschichte Easter-Eggs, auf die sich deine Leser freuen können?

Einige. Ich bin ein großer Harry-Potter- und Marvel-Fan, weshalb man definitiv (nicht nur, aber auch) was in der Richtung findet.

Die „Enzyklopädie der Wächter“ ist der Auftakt einer Trilogie. Magst du den Lesern eventuell verraten, worauf sie sich noch in den nächsten zwei Bänden freuen können?

Die Autorin hatte beim Plotten sehr viel Spaß und die Lektorin hat bereits anmerken lassen, dass sie das alles gar nicht lustig findet. Ich überlasse weitere Spekulationen gerne den Lesern. Ich verrate aber, dass es deutlich düsterer wird, als man beim ersten Teil vermutet. Wir erfahren noch mehr über Sifas Kräfte und seine Vergangenheit und einige der Nebencharaktere werden stärker in den Fokus rücken.

Warum sollten Leser dein Buch lesen? Für welche Zielgruppe ist es gedacht?

Wer keine Lust auf langatmige Liebesgeschichten hat, den ein oder anderen selbstironischen Charakter mag, oder einfach nur sehen will, ob man alle Easter-Eggs findet, dem könnte mein Buch ganz gut gefallen.

Die Enzyklopaedie der Wächter von Eleonore Laubenstein

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