Leipziger Buchmesse – Fantasy Literaturpreis „Seraph“ verliehen

Kai Meyer und Akram El-Bahay sind die Sieger 2015

Die 13-köpfige Jury zeichnete Kai Meyers neuen Jugendroman „Die Seiten der Welt“ (Verlag: Fischer FJB) als „Bestes Buch“ aus. Akram El-Bahay erhielt den Preis als „Bestes Debut“ für seinen Roman „Flammenwüste“ (Verlag: Bastei Lübbe). Die Auszeichnung wurde 2015 zum insgesamt vierten Mal vergeben.

Die Preisträger des Literaturwettbewerbs der Phantastischen Akademie 2015.
Die Preisträger des Literaturwettbewerbs der Phantastischen Akademie 2015.

Kai Meyer, ohne Zweifel einer der bekanntesten deutschen Autoren für phantastische Literatur, konnten wir direkt nach der Verleihung zu seinem neuen Werk befragen.

Der Schwarze Ritter: Glückwunsch zu dem Preis Herr Meyer! Worum geht es in dem Roman „Die Seiten der Welt“ genau?

Kai Meyer: Es ist ein Buch über Bücher. Ich hatte die Idee schon vor mehr als zehn Jahren, aber die Umsetzung war nicht ganz einfach. Ich wollte kein typisches Buch über Bücher machen, davon gibt es schon ziemlich viele. Ich wollte eine etwas andere Geschichte schreiben. In meinem Roman haben Bücher, genau wie Menschen, geheime Seiten, die nicht jeder erkennen kann.

Der Schwarze Ritter: Magie spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle in dem Roman, richtig?

Kai Meyer: Die Protagonistin der Geschichte, Furia, ist eine Bibliomantin. Sie kann die geheimen Seiten der Bücher entdecken und sich nutzbar machen. Darin liegt das Geheimnis Ihrer Zauberei. Das Magiesystem spielt tatsächlich eine wichtige Rolle im Lauf des Romans. Das hat mich einige Arbeit gekostet und mich immer wieder ins Grübeln gebracht. Wenn man einmal Regeln für die Magie festlegt, dann muss man sich als Autor auch das ganze Buch über daran halten. Das war, manchmal, echt anstrengend. Vor allem, weil ich ursprünglich nur ein Buch daraus machen wollte und jetzt werden es drei Bände. Die Geschichte ist einfach viel größer und komplexer geworden, als ich ursprünglich dachte.

Der Schwarze Ritter: Ist der Roman ein „typischer“ Meyer?

Kai Meyer: Ich denke, er reiht sich gut ein in meine anderen Jugendromane. Wobei ich oft die Rückmeldung bekommen habe, dass Erwachsene genauso viel Spaß an der Geschichte haben, wie Jugendliche. Das Buch hat also offensichtlich, eine verborgene Seite.

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